Fragen & Antworten

Während der Corona-Pandemie tat sich in Pakistan eine Tür mit grossartigen Möglichkeiten auf, um den Menschen Gott näher zu bringen.

KL: Andreas, in der Coronazeit entstanden im Rahmen von Kraftvoll Leben erstaunliche Entwicklungen. Kannst du uns mehr darüber berichten?

Als ich mich im Mai 2020 auf einen bevorstehenden Heilungsgottesdienst intensiv im Gebet vorbereitete, hörte ich, dass der Herr zu mir sprach: “Andreas, ich öffne eine neue Tür für dich.”

Ich ahnte innerlich, dass es sich um eine Tür handelte, die das Evangelium in neue Gefilde bringen würde. Kurz vor der Livestream-Heilungsveranstaltung (durch Corona war dies nur online möglich), klingelte mein Handy und ein pakistanischer Pastor, den ich gut kenne und der unsere Heilungsgottesdienste mehrfach besucht hatte, bat mich, diesen auch nach Pakistan übertragen zu dürfen. Er würde mit seinem Team den Heilungsgottesdienst über einen Fernsehkanal und andere private Kanäle an verschiedene Standorte seines Netzwerkes in Pakistan übertragen.

Genau das geschah dann auch. Die Resonanz nach einer 14-tägigen Auswertung war für uns nicht nur verblüffend, sondern extrem überwältigend. Menschen waren in grösserer Zahl geheilt worden und viele waren meinem Aufruf an Jesus zu glauben, gefolgt. Mitarbeiter der mitwirkenden Gemeinden hatten alle Hände voll zu tun.

Pakistan ist ein armes Land, voller bedürftiger Menschen, die so gut wie keine medizinischen Ressourcen haben und auf Gottes Hilfe angewiesen sind.
Inzwischen haben wir eineinhalb Jahre, durch die Pandemie hindurch, diese Heilungsveranstaltungen übertragen. Nicht nur in Pakistan, sondern auch im mittleren Osten, Sri Lanka und bis nach Nepal, wird unser inzwischen spezifisch für Pakistan entwickeltes Programm ausgestrahlt.

Unsere heilungsevangelistischen Veranstaltungen werden mit pakistanischem Lobpreis, Zeugnissen von Geheilten, alles in Deutsch und Englisch und mit Untertiteln in Urdu, ausgestrahlt. Zwanzig Teams arbeiten lokal vor Ort und erfassen die zum Glauben Gekommenen, um diese zu taufen und in Gemeinden zu vermitteln. Und: Diese Heilungsgottesdienste werden von einem 500-köpfigen Gebetsteam in Pakistan begleitet, das 24 Stunden vor der Ausstrahlung ein Gebetsfasten durchführt. Für mich erklärt das den wahren Erfolg dieser Mission.

Diese Tür, die für das Evangelium aufging, ist für mich die grösste im Zusammenhang mit unserer Kraftvoll Leben TV-Arbeit.

KL: Andreas, wie erklärst du dir die bahnbrechenden Heilungen in Pakistan im Vergleich zu den etwas „konservativeren“ Ergebnissen in Europa?

Mir wurde klar, dass Menschen, die von Hunger, grösster Armut, Inflation und Krankheit sowie unter extremer Christenverfolgung leiden, Gottes besondere Aufmerksamkeit haben. Sie können auf kein soziales Netz zurückgreifen, das sie auffängt, und sie können mit keiner vernünftigen medizinischen Versorgung rechnen.

In Matthäus 5 Vers 3, dem ersten Vers der Seligpreisungen, sagt Jesus: “Glückselig sind die geistig Armen (die erkennen, dass sie Gott brauchen), denn ihnen wird das Himmelreich geschenkt.“ Jesus beginnt die ersten Verse der Seligpreisungen mit dem menschlichen Bankrott.

Wenn wir am Ende unserer Möglichkeiten ankommen, unsere Zerbrechlichkeit, Leere und Not eingestehen, wird uns das Himmelreich geschenkt. Ein weiterer Grund, warum die Menschen in Pakistan mehr Heilung erfahren, liegt in ihrem kindlichen Glauben begründet, der nicht auf ein medizinisches  Unterstützungssystem zurückgreifen kann. Zudem sind wir hierzulande mehr naturwissenschaftlich orientiert, was grundsätzlich mal nicht schlecht ist. Allerdings stösst unser Glaube immer genau an die Grenzen, an die wir glauben — und diese können auch naturwissenschaftlicher Natur sein.

KL: Was genau willst du mit Kraftvoll Leben in Pakistan?

Kraftvoll Leben entstand auch dadurch, dass Gott 2007 ganz plötzlich eine Tür in die Medienlandschaft geöffnet hat, weil ihm die Menschen am Herzen liegen und er sie mit seiner Liebe erreichen möchte. Menschen, die unglücklich und hoffnungslos durchs Leben gehen.

Auf einmal war „Corona“ da und Gott öffnete wieder eine gewaltige Tür — diesmal nach Pakistan, wo Hunderttausende von Menschen in Not sind. Pakistan, ein Land von wirtschaftlichen Nöten und Christenverfolgung gekennzeichnet. Menschen die wirklich unsere Hilfe brauchen.

Ausgerechnet in der Coronazeit — in der Krise — konnte Kraftvoll Leben zum Segen für Pakistan und andere Länder werden. Wir haben die Krise genutzt, damit Menschen geheilt und befreit werden konnten. Und wir werden weitermachen! Die Arbeit in Pakistan soll noch ausgebaut werden, um Menschen in Not auch mit der so oft lebensnotwendigen Hilfe zu versorgen.

KL: Unterstützt ihr nur temporäre, sprich einmalige Projekte oder auch langfristige?

Zunächst müssen wir festhalten, dass die unterdrückte Christenheit in Pakistan in großer Not ist. Aus diesem Grund unterstützen wir sowohl einmalige wie auch langfristige Projekte.

Die Projekte, die unser Augenmerk haben, sind Waisenhäuser für die vielen misshandelten, im Stich gelassenen und auf der Straße lebenden Kinder, aber auch die Unterstützung und Förderung des Aufbau’s christlicher Schulen sowie Gemeindebauprojekte für die vielen neuen Christen, die unter anderem durch die ausgestrahlten Heilungsgottesdienste zum Glauben kommen. Außerdem konnten wir etliche Familien aus der Schuldenfalle retten und mit Rikschas ausstatten, als Hilfe zur Selbsthilfe. Durch die kürzlich erworbene Nähschule, wird mehr als 80 Frauen ermöglicht, sich selbst ihren unterhalt verdienen zu können. Darüberhinaus haben wir mehr als 11 Trinkwasseraufbereitungsanlagen finanziert, die jetzt regelmäßig hunderttausende Menschen mit sauberem Wasser versorgen, von denen sonst viele bereits erkrankt und etliche gestorben wären.

Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir erstklassige und zuverlässige Partner vor Ort haben, die hier eine geniale Hebelwirkung des Segens für Notleidende ermöglichen – und das durch unsere gemeinsame finanzielle Anschubkraft.